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„The Pint Size Company“ mit (von links) Michael Waidner, Katrin König und Burkhard Ilsen sorgt bei der St.-Patrick´s-Day-Party bei der Stockstädter Schützengemeinschaft für Pubstimmung.

Foto: Vollformat/Robert Heiler

 

STOCKSTADT - Über ein voll besetztes grün dekoriertes Schützenhaus freute sich der Vorsitzende der SSG Stockstadt, Robert Reinholz, am Samstagabend. Zur ersten St.-Patrick‘s-Day-Party waren alle 120 Karten schnell vergriffen und so herrschte von Beginn an ausgelassene Stimmung.
Reinholz war überwältigt von der Resonanz: „Wir hatten im vergangenen Jahr einen Arbeitseinsatz im Schützenhaus. Beim Mittagessen haben Bernd Melchior und ich über Whisky und Irland geredet. Dabei sind wir auf den St. Patricks Day zu sprechen gekommen“, berichtete der SSG-Chef. Dass Bernd Melchior in Büttelborn das „Asparagus“ betrieben hat, war ihm nicht ganz unbekannt. Dass es dort regelmäßig irisch angehauchte Veranstaltungen gab, hatte er aber nicht mitbekommen, und so setzte sich die Idee einer eigenen St.-Patrick‘s-Day-Party bei ihm schnell fest. „Mir war irgendwie sofort klar: Das machen wir. Auch weil ich selbst gerne Guinness trinke und Whisky mag. Zuerst habe ich es als eine Art Test einer neuen Veranstaltung für den Verein gesehen, aber als der Vorverkauf so rasant anlief, da wusste ich, dass die Idee ein Erfolg wird“, so Reinholz weiter.
Bernd Melchior ließ seine Kontakte spielen bei der Organisation der Veranstaltung, und so gab es frisches Guinness und Kilkenny vom Fass, dazu Irish Stew. „Wir machen natürlich noch Ham-and-Cheddar-Sandwiches, aber das erst zu späterer Stunde“, verriet Melchior, der fleißig den Zapfhahn bediente.
 
Für Melchiors Büttelborner Freund Terry Toal und dessen Familie war es wie ein Ausflug in alte Zeiten, denn der gebürtige Nordire war immer mit dabei, wenn es eine irische Party im „Asparagus“ gab – nicht nur, wenn Sohn Tobias mit den „Dicey Rileys“ irische Musik machte. „Da wird man etwas wehmütig, das waren schöne Zeiten“, erinnert sich Toal zurück, der sich über das Aufleben der St.-Patrick‘s-Day-Party sichtlich freute. Sofort als Bernd Melchior die Idee dieser Party im Freundeskreis verbreitete, bestellten er und weitere Freunde aus Büttelborn Karten und kamen gerne nach Stockstadt.
Natürlich gab es neben Bier und Irish Stew eine Whisky-Bar, an der Vesna Melchior unter anderem den im „Asparagus“ beliebten Bushmills Whisky ausschenkte. „Wir haben sechs verschiedene Sorten Whisky heute Abend“, verriet sie, wissend, dass dies nur ein kleiner Teil des Angebots aus früheren Zeiten war. Auch „Gunpowder Gin“ durfte natürlich nicht fehlen, ebenso wenig wie die launige irische Musik.
 
Mit den Musikgruppen „The Pint Size Company“ und „Wild Molly“ war Melchior ein weiterer Glücksgriff gelungen. „Ich wollte eine Band, die traditionellere irische Musik macht, und dann eine, die für richtig Pub-Stimmung sorgt. Ich denke, das haben wir bekommen“, freute er sich.
Normalerweise ist es schwierig, Bands wie diese beiden kurzfristig zu einem Anlass wie St. Patrick‘s Day zu bekommen, doch auch hier machte sich Melchiors Erfahrung als Gastronom bezahlt. „Ich wusste, dass Wild Molly erst am kommenden Wochenende auf dem Irish Weekend im Rüsselsheimer Festungskeller spielt, daher habe ich angefragt und bekam sofort eine Zusage.“ Zum Mitsingen luden die Musiker von „Wild Molly“ schnell den gesamten Saal ein. So spielten sie Stücke wie „Rattlin‘ Bog“, „Farewell to Carlinford“ und „Mingulay Boat Song“, zu denen der Refrain auf den Tischen auslag. Aber auch bekannte Traditionals wie „Wild Rover“, „Molly Malone“ oder „Dirty old Town” durften im Programm der beiden Gruppen nicht fehlen.
 
Für die Organisatoren von den Stockstädter Schützen könnte die St.-Patrick‘s-Day-Party nicht die letzte irisch angehauchte Veranstaltung in diesem Jahr gewesen sein. „Bernd hat mir erzählt,welche Veranstaltungen er in den vergangenen Jahren ausgerichtet hat und ich denke, dass wir sicher die eine oder andere Idee im Sommer oder Herbst aufgreifen werden. Auf jeden Fall bin ich dafür, die St.-Patrick‘s-Day-Party nach diesem Erfolg im kommenden Jahr zu wiederholen“, meinte Robert Reinholz abschließend.